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2013-05-09
EIN CAMPUS GEHT OFFLINE (ECGO)

Da schreibe ich jemandem ein SMS und wundere mich, weil er nicht innerhalb von 5 min darauf antwortet. Da piepst mein Handy und ich halte es nicht aus, es noch 3 min liegen zu lassen, obwohl ich in einem Gespräch bin. Da chatten zwei von einem Zimmer zum anderen und sagen Dinge, die sie sich niemals direkt sagen würden. Da hat jemand 1000 Facebook-Freunde und fühlt sich trotzdem so einsam wie nie zuvor.WAS WÄRE WENN...

... Gras nicht nur grün aussieht, sondern grün riecht?
... Vogelgezwitscher mehr ist als nur ein Ambientesound von einer Entspannungs-CD?
... dich warmer Sommerregen überrascht, weil du den Wetterbericht verpasst hast?
... Liebesbekenntnisse tatsächlich nur 160 Zeichen haben dürften?
... du deine Freunde wirklich triffst?
... man deine Handschrift wieder lesen könnte?
... Smiley, LOL und HDL nicht nur Buchstaben wären?
... du dich am Mittwoch zum Gruppenchat im Orangeroom triffst?
... ein Gespräch über eine Sache, von der du keine Ahnung hast, deinen Kopf beansprucht und nicht Google?
... die Musik nicht aus der Box kommt, sondern aus deinem Mund?
... „Rofl“ deinen Teppichboden tatsächlich beansprucht?
... du mit deiner Email um den Globus reisen könntest?
... ein Gespräch nicht durch Klingeln, sondern durch eine Umarmung beendet würde?
Was wäre, wenn…?
Ben B., Theologiestudent

Bogenhofen startet vom 13.-17. Mai einen mutigen Selbstversuch: Ein Campus Geht Offline. Eine Woche ohne Internet und Handy! Die Idee für dieses Projekt kam einigen Schülern und Studenten, weil sie an sich selbst beobachtet haben, dass ein bewusster und sinnvoller Umgang mit den modernen Medien auch für gläubige junge Erwachsene eine echte Herausforderung ist. Das Projekt ECGO wird jedoch nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch Lehrer und Mitarbeiter umfassen.

7:14 Stunden Mediennutzung täglich – das ist das Ergebnis einer Studie an 14-15-Jährigen in Deutschland aus dem Jahr 2009, die das Handy noch nicht inkludiert (M. Spitzer, „Digitale Demenz“, S. 11.12). Auch viele Erwachsene gehören bereits zu den „digital natives“, die sich kein Leben ohne ständiges Erreichbarsein mehr vorstellen können. Dieser Konsum hat Auswirkungen auf unser Gehirn und unsere Psyche, aber auch auf unser geistliches Leben, die uns nicht kalt lassen sollten. Gesundheit ist schließlich mehr als nur Essen, Schlaf und Bewegung!
Unser Selbstversuch bedeutet nicht, dass wir die Zeit zurückdrehen wollen. Wir profitieren ja auch alle von den Möglichkeiten der Technik. Es geht aber darum, seine eigenen Gewohnheiten einmal zu hinterfragen. Vielleicht geht es auch anders!? Das Motto lautet: „Wir nutzen die Medien – nicht: die Medien nutzen uns.“

Vor uns liegt eine Woche voller Gemeinschaft und realer Kommunikation, auf die wir uns freuen. Es wäre schön, wenn diese Aktion Schule macht und wir berichten gerne von unseren Erfahrungen.

 

Bild 1 zum Weblog 583

Bildquelle: Marina Dell'mour

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