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2008-02-06
Schon einmal die eigene DNS untersucht?

"Juhuu", hallte es laut durch den Biologiesaal, als Frau Fürböck eine Exkursion an die FH Hagenberg für das Wahlpflichtfach Biologie ankündigte.

Wir konnten es kaum erwarten und überbrückten die Zeit bis zum Tag der Abreise mit einigen Vorbereitungen. Voll Staunen tauchten wir in eine uns bisher noch unbekannte Welt der PCR´s ein. PCR steht für "Polymerase-Kettenreaktion" und ist eine Methode, um die Erbsubstanz DNS in vitro zu vervielfältigen, d.h. ohne einen lebenden Organismus zu benutzen. Die PCR wird in biologischen und medizinischen Laboratorien für eine Vielzahl verschiedener Aufgaben verwendet, zum Beispiel für die Erkennung von Erbkrankheiten und Virusinfektionen, für das Erstellen und Überprüfen genetischer Fingerabdrücke und für Abstammungsgutachten.

Am 29.01. war es dann soweit und der Leiter des Kurses, Mag. Gerald Lirk, führte uns in die Sicherheitsmaßnahmen der Laborarbeit ein. Jeder bekam einen weißen Kittel, und Herr Lirk nahm das wichtigste Arbeitswerkzeug der Mikrobiologie in die Hand. Nun fragt ihr euch sicher: Was ist eine Pipette? Laut Definition ein Saugheber zum Dosieren kleiner Flüssigkeiten. Er erklärte uns den Umgang mit diesem wichtigen Gerät.

Für die Analyse unserer DNS mussten wir zuerst Zellen aus unserer Mundschleimhaut gewinnen. Die Zellen wurden mit Chemikalien fixiert und abzentrifugiert. Wir bestaunten all die unbekannten, summenden und brummenden Geräte – langweilig wurde es uns also nie.

Die Zellen der Mundschleimhaut mussten dann nochmals mit Chemikalien versetzt werden, um die darin enthaltene DNS zu öffnen und zu vervielfältigen. Das Vervielfältigen der DNS dauerte drei Stunden, die wir mit einem außerordentlich umfangreichen Vortrag von Herrn Lirk über die PCR's überbrückten.

Nun war die Zeit der Mittagspause gekommen, dabei lernten wir auch das Gelände etwas näher kennen. Bevor wir uns die Ergebnisse der PCR's ansehen konnten, nahmen wir wahllos Abstriche von unserer Umgebung und ließen sie auf geeigneten Nährmedien in Petrischalen wachsen. Den Gewinner jenes damals entstandenen Wettbewerbs können wir leider nicht veröffentlichen.

Wir konnten auch noch zusätzlich unsere Mundschleimhautzellen anfärben und sie uns unter dem Mikroskop anschauen. Jeder konnte den Zellkern mit der DNS sehen.

Nach drei Stunden erhielten wir auch unser Ergebnis der PCR, es waren alle für dieses untersuchte Genstück homozygot außer Frau Fürböck, sie war heterozygot. Am Ende dieses sehr interessanten Tages erhielten wir alle ein Zertifikat.

Filip, Monika, Jason & Manuel

 

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Bildquelle: Sabo Filip

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