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2020-11-08
Der Weißwurstäquator und die deutsche Sprache

Was hat der „Weißwurstäquator“ mit der deutschen Sprache zu tun? Auf diese Frage weiß nur einer die Antwort. Einer, der schon mehr als 50 Jahre seines Lebens unterrichtet hat und es immer noch tut.

Einer, der sich die Kultivierung und Bewahrung der deutschen Sprache auf die Fahnen geschrieben hat. Einer, der in Bogi war und wieder hierher zurückgekehrt ist. Einer, der damals wie heute von den Schülern und den meisten Anderen, die ihn kennen, „Magister“ genannt wird. 

Dank unseres Deutsch-affinen Magisters fand vom 25. bis zum 26. Oktober eine Schulung für Korrekturleser und solche, die es noch werden wollen, statt. Wir trafen uns in der Huter-Klasse und lernten (gleich zu Beginn), dass das Wissen um diese imaginäre Trennlinie des oben genannten „Weißwurstäquators“, der entlang des Flusses Main verläuft, für einen Korrekturleser in sprachlicher Hinsicht SEHR bedeutungsvoll sein kann. Es gibt nämlich sprachliche Eigenheiten, die man der „norddeutschen“ Sprachgruppe bzw. der „süddeutschen“ Sprachgruppe, die von Bayern bis nach Österreich und in die Schweiz reicht, zuordnen kann. Einige Beispiele: Die Bayern, Österreicher und Schweizer sind gelegen, die Müden nördlich des Mains haben gelegen. In südlichen Gefilden ist man gestanden, im kühleren Norden hat man gestanden. Oder: In Norddeutschland würde die Suche nach dem Konjunktiv I stets mit „w/(W)ürde“ geschehen.

Es gäbe noch Vieles darüber zu berichten, was wir über die geschichtliche Entwicklung der deutschen Sprache, die richtige S-Schreibung, die starke und schwache Beugung von Verben und die Setzung von Kommas (Beistrichen) an der richtigen Stelle und Anderes gelernt haben. Aber das würde wahrscheinlich eine neue Ausgabe des Duden füllen. 

Es war jedenfalls eine sehr wertvolle, informative, aber auch kurzweilige Beschäftigung mit der deutschen Sprache, die dazu beitragen wird, dass in Zukunft noch mehr Artikel, Zeitschriften und Bücher richtig zu lesen sein werden. 

Danke, Magister! Es war einfach dufte!

(K. Ramskogler)

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